Was macht ein Projekt erfolgreich?

Erfolgreiches Crowdfunding mit Gynny.de

Bei Gynny.de gibt es über 2.000 Projekte. Und die weitaus überwiegende Zahl dieser Initiativen verfolgt karitative oder gemeinnützige Zwecke. Ob Hilfe für den Nachbarn, Tierschutz oder Therapien. Die Ansätze sind vielfältig zumal der Zweck bzw. der Inhalt des Projekts vom Initiator frei bestimmt wird. 


Es sind also eine ganze Menge Projekte mit unterschiedlichen Absichten, aber nicht alle sind gleichermaßen erfolgreich. Woran liegt das? Es sollte doch einfach sein, Unterstützer zu gewinnen, wenn der einzige Beitrag darin besteht, meinen Online-Einkauf bei einem der mehr als 1.200 Gynny-Partnershops abzuwickeln und damit jedes Mal eine Spende von bis zu 30% meines Warenkorbes für das Projekt zu erzielen. Und das ohne, das mein Einkauf dadurch irgend wie teurer würde.


Aber wie so oft im Leben: was sich theoretisch leicht und einfach anhört, erweist sich in der Praxis oft als sehr viel schwieriger. Das gilt auch hier. Die wohl größte und zentrale Herausforderung für Projekt-Initiatoren liegt darin, das Einkaufsverhalten der Unterstützer zu beeinflussen. Die geringste Herausforderung ist es noch, Unterstützer für das eigene Projekt zu gewinnen. Ein „Like“ ist schnell vergeben. Meine Einkaufsgewohnheiten zu verändern ist schon sehr viel schwieriger. Auch wenn es dafür eine Vielzahl guter Gründe gibt: Spenden und Gutes tun, ohne das es mich etwas kostet. Wenn wir fünf Euro auf der Strasse liegen sehen, heben wir die ja auch auf. Und dazu müssen wir uns bücken, also vom gewohnten aufrechten Gang abweichen. Und das tun wir, eben weil es sich lohnt. Oder würde Sie achtlos dieses Geld auf der Strasse liegen lassen?


Im Grunde um den gleichen Sachverhalt dreht es sich, wenn wir online einkaufen. Anstatt direkt den Shop meiner Wahl aufzurufen („aufrechter Gang“), besucht der Unterstützer zuerst Gynny.de („bücken…;-) um dort den gewünschten Shop anzuklicken und im Anschluss seinen Einkauf wie gewohnt fortzusetzen. In diesem Fall aber mit einem großen Unterschied: zwar wird mein Einkauf wie gewohnt abgewickelt, aber gleichzeitig erzeuge ich eine Spende für das von mir unterstütze Gynny-Projekt. Klingt einfach? Ist es auch! 


Auf diese Art und Weise wurden bereits mehr als 300.000 Euro an Spendengeldern generiert, die Gynny-Projekten zugeflossen sind. Wie eingangs erwähnt sind bei weitem nicht alle Projekte gleichermassen erfolgreich. Der Finanzierungszweck des Projektes spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn schlussendlich entscheidet die Community, welches Projekt als förderungswürdig betrachtet wird und welches eher weniger. Und so finden Projekte, die einen karitativen oder gemeinnützigen Zweck verfolgen weit aus mehr Unterstützer, als solche die einen eher kommerziellen Zweck, wie die Anschaffung des nächsten PC verfolgen. Ist liegt auf der Hand, das die Spendenbereitschaft mit dem Projektzweck korreliert. Und je mehr Spender ein Projekt gewinnen kann, desto schneller und mehr Spenden werden gesammelt. Erfolgsfaktor Nummer Eins und Zwei wären damit klar: Der Projektzweck und die Anzahl der gewonnenen Unterstützer.


Aber auch ein „massenfähiger“ Projektzweck mit vielen Helfern führt nicht zwangsläufig zum Erfolg. Sie erinnern sich an die fünf Euro, die auf der Strasse liegen? Dieses Geld haben Sie klar vor Augen. Die durch ihren Einkauf mögliche Spende nicht. Und ohne visuelle Krücke und das bei jedem Einkauf, ist der Gedanke an die Projekt-Spende schnell wieder verflogen. Und Zack, direkt beim Shop bestellt und schon sind die „fünf Euro“ perdu! Erfolgreiche Gynny-Projekte wissen das und halten ihre Unterstützer mit Neuigkeiten zum Projekt bei der Stange. Viele sind auch einfach dankbar für eine gelegentliche Erinnerung, die das Projekt wieder auf den Einkaufszettel bringt. Projekte die das erfolgreich praktiziert haben sind beispielsweise Ailina’s Delphintherapie oder die Streunerhilfe Marousi, die über 9.000 bzw. mehr als 2.000 Euro gesammelt haben.


Es ist also wieder nicht ein einzelner Faktor, der den Erfolg ausmacht, sondern ein Blumenstrauss aus unterschiedlichen Faktoren. Und das Erfolg nicht geschenkt wird, sondern immer mit Arbeit verbunden ist (ausser beim Lotto, aber da ist es ja auch Glück und keine Arbeit…;-) wird niemanden überraschen. Schlussendlich ist es das Engagement des Projektbetreibers, der durch seine Kommunikation und authentisches Auftreten den Unterschied macht. Der Name Gynny ist zwar inspiriert durch eine Fee (Die bezaubernde Jeannie), aber auch eine digitale Fee kann leider keine Wunder vollbringen. Sie bietet die Plattform und die Möglichkeit, Spenden zu erhalten, die nicht aus der Tasche des Spenders kommen. Aber die gebratene Taube fliegt will einem auch hier nicht so einfach in den Mind fliegen…


Wenn wir uns vergegenwärtigen, das laut einer Schätzung (Q.: Statisa) im Jahr 2017 über 73 Mrd. Euro im Online-Handel allein in Deutschland umgesetzt werden, wird deutlich, welches Spendenpotential hier verborgen liegt. Wenn alle diese Umsätze (und das ist nicht der Fall) über Plattformen wie Gynny.de vermittelt würden, ließe sich damit ein gigantischer Spendenbetrag von über 2 Mrd. Euro erzielen. In der Theorie… Aber auch ein Bruchteil dieses Betrages würde dazu beitragen, die Not vieler Menschen und Tiere zu lindern.


Einziger Hinderungsgrund? Bücken!